Über Yago Partal.
Yago Partal ist ein in Barcelona ansässiger Fotograf und bildender Künstler. Schöpfer von Animal Kinhood, vereint sein Werk Fotografie, Illustration und digitale Kunst in Porträts, die Identität, Empathie und die Schönheit des Andersseins erforschen.
Biografie
Ich bin Yago Partal. Schon als kleines Kind bot mir das Zeichnen einen Zufluchtsort in einem Umfeld, in dem Ausgrenzung, Mobbing und Gewalt die Norm waren. Es schenkte mir eine kleine Blase der Ruhe, ohne große künstlerische Ambitionen. Aber in meiner Jugend erschwerte ein Tumor an der Wirbelsäule mein Leben jahrelang, zwischen Operationen und Reha, und isolierte mich noch mehr. Statt mich von der Kreativität zu entfernen, drängte mich diese Zeit dazu, mich mit einer randständigen Fantasiewelt zu verbinden und die Erschaffung von Figuren zu vertiefen. Während der Schulzeit wurde die Fotografie zum Kern meiner Arbeit: Da begriff ich, dass ich Figuren und Atmosphären einfangen oder sogar erfinden konnte, die bis dahin nur in meiner Vorstellung gelebt hatten.
Mit der Zeit wurde das Mischen von Fotografie, Illustration, Fotomontage und digitaler Bearbeitung zu meiner natürlichen Art zu schaffen. Ich habe mich nie an einen einzigen, geläuterten Stil gebunden: Mein eigentlicher roter Faden war immer, mit jeder Technik zu experimentieren, die ich lernen konnte. Dieser Ansatz führte mich dazu, eine große Menge an Projekten zu produzieren, die viele verwirrend oder schwer einzuordnen fanden. Während andere nach "Kohärenz" oder einer klaren Richtung suchten, sprang ich von einem Medium zum nächsten, in der Hoffnung, Ideen Form zu geben, die plötzlich in meinem Kopf auftauchten.
In diesem Kontext entwickelte ich fast zufällig, was ich damals Zoo Portraits nannte — später umbenannt in Animal Kinhood. Das Konzept, Tiere zu "vermenschlichen", indem ich sie in Alltagskleidung steckte, war nur einer meiner vielen Versuche. Unerwarteterweise ging es jedoch viral. Bevor ich mich versah, stellte ich diese Werke in Toronto, London oder Tokio aus und arbeitete mit Marken wie Adobe oder Apple, was Türen öffnete, die ich mir nie vorgestellt hätte. Ich konnte auch einen konservatorischen Ansatz einbringen, indem ich direkt mit denen zusammenarbeitete, die die Arten unseres Planeten schützen.
Dennoch geht meine Arbeit über diese zugänglichen und unterhaltsamen Porträts hinaus. Ich habe auch persönlichere und düsterere Serien geschaffen, rund um das Unheimliche oder das Queere, alle verwurzelt in meiner eigenen Erfahrung: autistisch zu sein, mich in der Jugend einem Tumor an der Wirbelsäule zu stellen und jahrelang das Gefühl zu haben, nirgendwo dazuzugehören. All das spiegelt sich in der Mischung aus Wärme und Fremdheit, die meine Bilder durchzieht.
Heute befinde ich mich an einem stabileren Ort: Ich bin Vater, achte mehr auf die technische Seite jedes Projekts und präsentiere meine Arbeit in stärker strukturierten und formellen Serien. Aber ich bleibe der Idee treu, dass das Andersartige oder Ungewöhnliche einen Raum verdient. Mein Ziel ist es, Bilder zu teilen, die Neugier, Empathie oder sogar Unbehagen wecken, überzeugt davon, dass Vielfalt — in all ihren Formen — zutiefst menschlich ist. Für mich bleibt Kunst eine Weise zu experimentieren, das zu kanalisieren, was ich in mir trage, und vor allem eine Erinnerung daran, dass im Sonderbaren eine unerwartete Schönheit wohnen kann.
§ 02.A.1Frühe Arbeiten.
§ 02.A.2Ausstellungen und internationale Reichweite.
Seit Zoo Portraits 2013 viral ging, hatte ich das Glück, international auszustellen — unter anderem in Barcelona, London und Tokio. Jede Ausstellung ist eine Gelegenheit, die Entwicklung meines Werks zu zeigen — mit den spielerischeren anthropomorphen Porträts oder mit meinen experimentellen und konzeptuellen Arbeiten.
§ 02.A.3Kooperationen und Kunden.
Im Laufe der Jahre hatte ich das Privileg, mit Marken und Organisationen zusammenzuarbeiten, die mich dazu inspirieren, meine eigenen kreativen Grenzen zu überschreiten. Meine Arbeit ist auch in Publikationen wie The Huffington Post, CBS News, Time Out und Daily Mail.
§ 02.A.4Der Blick nach vorn.
Meine Arbeit entwickelt sich weiter, während ich neue Techniken erkunde — manchmal indem ich Fotografie, 3D-Elemente oder sogar KI-gestützte Prozesse mische. Ich habe keine Angst vor kreativen Umwegen oder scheinbaren Widersprüchen; im Gegenteil, ich begrüße sie als natürlichen Spiegel der Komplexität des Lebens. Ob ich ein humorvolles Tierporträt oder eine menschliche Figur mit unheimlichen Anklängen schaffe, meine Hoffnung ist, bei denen, die meine Kunst betrachten, weiterhin ein Gefühl des Staunens zu wecken.
Wenn etwas in meiner Arbeit bei dir nachhallt — oder dich sogar verunsichert — halte ich das schon für einen Erfolg. Kunst ist für mich eine Brücke: Sie verbindet entfernte Ideen, überquert emotionale Gräben und hilft uns, die Welt aus Perspektiven zu sehen, die wir vielleicht nie in Betracht gezogen hätten.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, ein wenig mehr über mich und meinen Weg zu erfahren. Wenn du die aktuellen Kollektionen erkunden möchtest oder Fragen zu meinem Prozess hast, zögere nicht, Kontakt aufzunehmen oder den Shop zu besuchen. Jedes Gespräch und jedes Stück, das seinen Platz im Leben eines Menschen findet, erinnert mich daran, warum ich weiter schaffe: weil wir beim Teilen dieser Bilder einen gemeinsamen Boden finden, auf dem Schönheit, Fremdheit und Empathie zusammen existieren können.